Pressearbeit:
vom internen Infodienst zur Stimme des Waldes

 

Juli/August

Wer Interessen vertreten will, muss sichtbar sein. Das gilt heute mehr denn je – auch für Gewerkschaften und Berufsverbände. Gute fachliche Arbeit allein reicht nicht aus, wenn sie außerhalb des eigenen Kreises niemand wahrnimmt. Deshalb hat sich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Arbeit des BDF NRW entwickelt. Dabei verfolgen wir bewusst zwei Wege.

 

Mit den BDF Infos informieren wir unsere Mitglieder regelmäßig und direkt. Sie erscheinen per E-Mail und halten Kolleginnen und Kollegen über aktuelle Entwicklungen rund um Wald, Forstpolitik, Verwaltung, Personalthemen und fachliche
Debatten in Nordrhein-Westfalen auf dem Laufenden. Die BDF Infos sind damit unser schneller Draht in die Mitgliedschaft – kompakt, aktuell und mit klarem Blick auf das, was uns als Forstleute unmittelbar betrifft.


Manchmal merken wir allerdings: Ein Thema betrifft nicht nur uns. Wenn Inhalte gesellschaftliche, politische oder mediale Relevanz entfalten, wird aus der internen Information ein BDF Ticker.


Die BDF Ticker richten sich bewusst an einen größeren Kreis. Sie gehen an Presse, Politik, Ministerien, Verbände, interessierte Unternehmen und Einzelpersonen. Gleichzeitig veröffentlichen wir sie auf unserer Homepage und bei Facebook. Damit
schaffen wir Transparenz und bringen forstliche Perspektiven aktiv in öffentliche Debatten ein. Dass dieser Weg funktioniert, zeigt das Echo auf die bisherigen acht Ticker des Jahres. Sie wurden aufgegriffen, diskutiert und haben den BDF NRW
als fachliche Stimme sichtbarer gemacht.

Zum nationalen Wiederherstellungsplan und zur EU-Wiederherstellungsverordnung machte der BDF deutlich: Ökologische Ziele sind richtig – sie dürfen aber nicht ohne Personal, Finanzierung und praktikable Umsetzung auf die Fläche übertragen werden.

Die ersten acht Ticker zeigen: Pressearbeit ist heute weit mehr als klassische Medienarbeit. Sie ist Information, Interessenvertretung und Dialog zugleich. Wer über Waldpolitik spricht, sollte nicht darauf warten, gefragt zu werden – sondern selbst fachlich fundiert Position beziehen.
Genau das ist der Anspruch des BDF NRW: Nicht nur über den Wald reden – sondern die Stimme der Forstleute hörbar machen.

FJH 


Wieder ein bisschen unsichtbarer -

Klage eines alternden Forstfreundes

 

Juli/August

KollegInnen, denen sich wie bei mir schon das Grau aufs Haar legt, werden sich vielleicht noch erinnern. Es gab in NRW einst ein Ministerium mit der Kurzbezeichnung MELF. Mit „F“ für Forsten! Aus gutem Grund. Ist doch mehr als ein Viertel der Landesfläche NRW´s mit Wald bedeckt. Wald, der sich 1946 nach zwei Weltkriegen, Wirtschaftskrisen und Reparationshieben vielerorts recht ausgeplündert darstellte. Nun musste dieser Wald auch noch den Rohstoff für den Wiederaufbau liefern. Die Forstverwaltung schafte das, mit viel Unterstützung durch die Bevölkerung. Dank ihrer Arbeit und Beratung entstanden auf den ausgeplünderten Flächen wieder geschlossene Hochwälder, die laufend Biomasse aubauen und zugleich Holz bereitstellen konnten.


Die Forstverwaltung war so erfolgreich, dass bereits im Jahr 1985 dichte Wälder offenbar als geschenkter Natur- und Normalzustand angesehen wurden. Denn nun rutschte die Forstverwaltung, womöglich ausgelöst durch den sauren Regen, in die Umwelt. Das Ministerium verlor sein „F“ und wurde als Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft zum MURL. Im Jahr 2000 kamen zur Umwelt noch Natur- und Verbraucherschutz hinzu und wir hatten ein MUNLV. Die Forstverwaltung war da wohl irgendwo zwischen dem U und dem N verborgen. Schon bald darauf wurde sogar den in der Fläche tätigen Teilen der Landesforstverwaltung das „Forst“ im Namen
genommen, indem man sie zu einem „Landesbetrieb Wald und Holz“ machte. Immerhin blieben die Forstämter Forstämter.


2010 wurde aus dem MUNLV das MKULNV mit „K“ wie Klimaschutz. Vielleicht, weil das zu sperrig auszusprechen war, oder aber, weil die Rolle NRW´s bei der Rettung des Weltklimas neu eingeschätzt wurde, schrumpfte das MKULNV 2017 zum MULNV.
Im Jahr 2022 wurde weiter gekürzt. Um Stress zwischen dem „U“ und dem „L“ zu vermeiden, trennte man beide, und es gibt seither ein MLV (mit „V“ für Verbraucherschutz) sowie ein MUNV (mit „V“ für Verkehr). Das MLV ist zwar zuständig für die drei Bereiche Landwirtschaft, Forsten und Verbraucherschutz, aber das „F“ wurde eingespart. Vielleicht,
weil sich abzeichnete, dass auch der zusammengesparte Betrieb der Landesforstverwaltung tranchiert werden sollte. Da der offensichtlich auch für das U und das N interessant ist, wurde als erste Tranche sein Nationalparkforstamt Eifel zum MUNV geschoben, wo es sogleich sein „Forst“ abgeben und zu einer Nationalparkverwaltung werden musste.


Zu allem Überfluss soll aktuell nun auch noch unser gutes altes Landesforstgesetz namentlich bereinigt werden. Ein entsprechender Entwurf liegt dazu vor. Die Landesregierung habe sich laut Gesetzesbegründung „dazu entschieden, das Landesforstgesetz zu einem Landeswaldgesetz weiterzuentwickeln“. Weiterentwickeln? Diese Aussage hat so viel Inhalt, dass sie einen Waldkauz beherbergen könnte. Als ob ein „Waldgesetz“ für den Waldschutz geeigneter wäre, als ein „Forstgesetz“. Das Gesetz soll ja wohl regeln, wie der Wald erhalten werden kann, und da würde in Zeiten mit einer unnatürlich raschen Klimaerwärmung „Forst“ durchaus besser passen. Beinhaltet „Forst“ doch den Erhalt geschlossene Wälder durch gezielte, die Baumartengemein-
schaften fördernde Maßnahmen. Ist es doch der Aufbau- und Erhaltungsarbeit der Forstverwaltungen zu verdanken, wenn in einem derart dicht besiedelten und hochindustrialisierten Land wie Deutschland nach den bis ins 18. Jh. andauernden
Waldverwüstungen heute wieder rund ein Drittel der Fläche von Wäldern bedeckt ist.


Was mag als Nächstes kommen? Viel Forst ist ja nicht mehr übrig. Für die Öffentlichkeitsarbeit wird empfohlen, weniger von Forst und stattdessen mehr von Wald zu sprechen. Wird ein Förster sich demnächst als Wäldler bezeichnen müssen (bzw.) eine Försterin als Wäldlerin)? Naja, selbst wenn das provinziell klingen mag, immerhin vielleicht noch besser, als in Büro- und Außendienst als Waldmeister(in) dahinzuwelken.

C.G. 


Bezirksgruppenversammlung der Bezirksgruppe Niederrhein

Die Bezirksgruppe Niederrhein tagte in Alpen © Foto BG Niederrhein
Die Bezirksgruppe Niederrhein tagte in Alpen © Foto BG Niederrhein

Am 26. März fand in Alpen die diesjährige Bezirksgruppenversammlung der Bezirksgruppe Niederrhein statt. Mit insgesamt 28 Teilnehmern war die diesjährige Bezirksgruppenversammlung besonders gut besucht. Wir freuen uns über die starke Teilnahme – sie macht deutlich, dass unsere Mitglieder konkrete Ansprüche an den BDF NRW stellen und stärkt gleichzeitig die Position des BDF NRW...


Für unsere Mitglieder: Die BDF APP ist da!

Die BDF App sollte in der Idee zunächst den Forstleutekalender ersetzen.
Daraus ist aber viel mehr geworden:

Die App ermöglicht zeitgemäß und tagesaktuell eine datensichere Information und auch eine persönliche Kommunikation entweder bundesweit, innerhalb der BDF Landesverbände oder den Bezirksgruppen. Grundsätzlich ist die App mit allen Infos ausschließlich für Mitglieder des BDF konzipiert und sowohl über Android- und Apple Betriebssystem sowie über das Web nutzbar.

 

Es ist also einerseits kein Smartphone nötig - andererseits funktioniert die Nutzung aber auch parallel auf dem Smartphone und am Desktop.


Kompetenz in allen Versicherungsfragen

Das Team vom BDF Sozialwerk Kompetenz in alles Versicherungsfragen
Das Team vom BDF Sozialwerk © BDF Sozialwerk

Andreas Lischka Kerzenschein zum Gedenken
Foto: Andreas Lischka

Fritz Ewald Klocke

ist verstorben

Wir trauern um
Peter Wolter

Trauer um

Ulrich Kröger

Ein Leben für den Wald

Nachruf auf Robert Jansen


Das Magazin des DBB Beamtenbund und Tarifunion

Das Magazin des DBB Beamtenbund und Tarifunion


Das Magazin für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer


BDF Sozialwerk - Kompetenz in allen Versicherungsfragen
Kompetenz in allen Versicherungsfragen